| Ein
großes Problem Kameruns ist die zunehmende Landflucht: Die Bewohner
der ländlichen Gebiete wandern in die großen Städte ab
und erhoffen sich dort Arbeit und Geld. Während das unaufhaltsame
Anschwellen der Städte diese zum Teil schon kollabieren lässt,
droht dem so wichtigen Sektor der Landwirtschaft – eben durch die Abwanderung
bedingt – eine für ganz Kamerun lebensbedrohliche Vernachlässigung.
Hier liegt der Ansatzpunkt
für langfristige, effektive Hilfe: Durch eine Verbesserung der Lebensbedingungen
in den ländlichen Gebieten, kann neue Perspektive für die Dörfer
entstehen und somit der Landflucht Einhalt geboten werden.
An diesem Punkt möchte
unser Verein ansetzen:
• Sauberes
Trinkwasser
• Regelmäßige
medizinische Versorgung
• Schulbildung
für ältere Kinder
Projekt: Wasser
für Koba
(Projekt realisiert)
... Koba ist ein
kleines Bergdorf im Westen Kameruns. Die Menschen leben unter einfachsten
Bedingungen als Bauern, die auf ihren Plantagen soviel anbauen können,
dass es für sie und ihre Familien zum Leben gerade ausreicht. Trinkwasser
gibt es im Dorf nicht, sondern muss aus einem weit entfernten Tümpel
in Kanistern ins Dorf getragen werden. Sehr oft ist das Wasser stark verschmutzt
und sehr viele Menschen werden dadurch krank. Mit den uns zur Verfügung
gestellten Geldern konnten wir einen einheimischen Hydro-Geologen beauftragen
den Untergrund von Koba zu untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass
es in einer Tiefe von ca. 50 Metern sauberes Trinkwasser gibt. In einer
mehrwöchigen Aktion, die von vielen technischen Schwierigkeiten begeleitet
war, konnten wir für ca. € 15.000,- einen Tiefbrunnen bohren
lassen. Inzwischen haben die Menschen von Koba sowie der umliegenden Gegend
Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Kinder
aus KOBA mit Wassereimern Chef
der Brunnenfirma Filtrex( L)
Filtrex LKW mit Bohrgerüst beim Ein-
mit unserem Mitarbeiter Gideon (R) xxrichten
der Bohrstelle in Koba
Projekt:Schulbildung
für ältere Kinder in KOBA
(Projekstart:
Läuft bereits)
Unser zweites Projekt,
das wir im November 2008 begonnen haben, ist der Ausbau
der schulischen Bildung in KOBA. In Koba
gibt es eine renovierungsbedürftige, kleine Dorfschule, die jedoch
nur die Kinder der ersten Klassen unterrichtet. Bereits für den regelmäßigen
Besuch der ersten Klassen fehlt vielen Eltern das Geld. Schule kostet in
Kamerun Geld. Ein weitergehender Schulbesuch über die ersten Klassen
hinaus, ist in Koba nicht möglich. Ältere Kinder suchen ihre
Chance in den Großstädten und verschwinden dort oftmals.
Im ersten Step konnten
wir das Dach der alten Schule erneuern. Weiterhin haben wir an eine kamerunischen
Schreinerei einen Auftrag über die Fertigung und Lieferung von 25
neue Schulbänken vergeben.
Der Besuch unserer
1. Vereinsvorsitzenden Ulli Gay im Frühjahr 2009 solltre dazu dienen,
Renovierungsarbeiten am alten und baufällige Schulgebäude in
KOBA abzusprechen sowie weiteres Möbel und Schulmaterialien für
den Unterricht zu beschaffen. Weiterhin sollte mit offiziellen kamerunischen
Vertretern geklärt werden, wie zukünftig der Schulbesuch für
möglich viele Kinder dauerhaft sichergestellt werden kann. Bürgerkriegsähnliche
Umstände die genau zu dieser Zeit ausgebrochen sind, verhinderten
dies leider. Im Jahr 2010 werden wir hier einen neuen Anlauf starten.
Dorfschulkinder
in Koba mit Eltern (der Herr hinten links mit dem hellblauen Hemd ist
der
Dorfschullehrer)
Die
Kinder haben die neuen Schulbänke sofort in Beschlag genommen
und
freuen sich sehr.
Freudig
tragen die Schüler die neuen Schulbänke in das Schulhaus. Wo
gibt es das
noch
? - Der Schüler vorne rechts trägt Schuluniform, die eigentlich
vorgeschrieben ist.
Vielen
Eltern fehlt aber auch hierfür das Geld.
Einwohnerinnen
und Einwohner von Koba vor der Dorfschule. In der Mitte wieder der
Dorfschullehrer.
Schulkinder
vor der Dorfschule in Koba
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